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Homerecording and Guitars

In Film- und Videotonmischungen werden zahlreiche Tonspuren synchron zum Bild zusammengeführt. Die Kanalzüge sind dabei die Eingänge für die unterschiedlichen Quellen, wo auch gleichzeitig jedes Signal bearbeitet und der Pegel eingestellt werden kann.

Mischpulte sind nicht nur in jedem Tonstudio zu finden, auch an Video-Schnittplätzen oder in der Regie von TV-Studios kommen sie zum Einsatz. Mischpulte dienen primär dazu, mehrere Tonsignale zusammenzuführen.

Daneben sind viele Mischpulte auf die Tonaufzeichnung mit Mehrspur-Aufnahmegeräten ausgelegt, was Subgruppen (Busse) erfordert. Oder sie dienen der Beschallung von Räumen und sind mit einem eingebauten Verstärker ausgerüstet.

Anordnung und Anzahl von Kanälen, Bussen, Equalizern und Effektwegen sind von Modell zu Modell verschieden. Es können auch Elemente vorhanden sein (z. B. eingebaute Effektgeräte, Talkback...), die hier nicht beschrieben werden, da sie für einfache Anwendungen nicht entscheidend sind.

Hier soll nur die grundsätzliche Funktionsweise von Mischpulten erklärt werden, ohne auf die unterschiedlichen Bauformen und Typen einzugehen.

Analoge Mischpulte

Vorwort

Wichtig ist die Qualität der Mikrofonvorverstärker, je besser der Störspannungsabstand, desto besser wird die Aufnahme klingen, es soll ja nichts aufgenommen werden, was nichts auf der Aufnahme zu suchen hat. Werte von 110dB oder mehr sollten die Wandler schon hergeben, erspart nachher viel Arbeit bei der Mischung. Eine goldene Regel der Tontechnik lautet: Shit in Shit out..was einmal aufgenommen wurde ist nur sehr schwer zu korrigieren.

Meist gibt es sowohl ein Mikrofon- als auch einen Line-Eingang (XLR-Stecker für Mikrofone, Stereo-Klinke für symmetrische Line-Signale, Mono-Klinke bei unsymmetrischen Line-Eingängen). Darüber hinaus können weitere Kanäle vorhanden sein, die nur für Line-Signale ausgelegt sind, also nur Klinken oder gar Chinch Eingänge besitzen. Eine Insert Buchse erlaubt das Einschleifen von z.B. Effekten direkt im Eingang des Kanalzuges

 

Phantom Power:Schaltet die Speisespannung von 48V für Kondensatormikrophone ein.

Mic/Line Umschalter: Schaltet zwischen Mikrofonsignalen mit geringem Ausgangspegel auf Line mit hohen Ausgangspegeln um.

Pad: Pegelabschwächung (z. B. -20 dB) für zu hohe Eingangspegel, die trotz heruntergeregeltem Input-Gain übersteuern.

Phase: Dreht die Signalphase (tauscht Plus- und Minus-Pol des Eingangs). Damit können Klangverschlechterungen, die durch ungünstig aufgestellte Mikrophone entstehen, vermieden werden.

Input-Gain:
Regelt den Pegel des Eingangssignals, welches so hoch wie möglich Ausgesteuert werden sollte, ohne zu übersteuern. Oft sind noch LEDs angebracht, die Übersteuerung anzeigen.

Typische Regelmöglichkeiten:

Eingangssektion

Equalizer: Je nach Art des Mischpults sind hier unterschiedlich viele Regler angebracht. Bei einfachen Pulten gibt es nur je einen Regler für Höhen und Bässe, bei hochwertigen Pulten Regler für Höhen, Hochmitten Mitten und Bässe, evtl. auch Tiefmitten oder 3-5 Band parametrische EQ's bei denen die Frequenzbänder frei wählbar sind.

Monitor EQ: Der Equalizer der Monitor-Sektion ist meistens einfach ausgelegt und verfügt über Regelmöglichkeiten für Höhen und Bässe. Hier wird das Signal z.B. für den Kopfhörermix oder zweites Lautsprecherpaar geregelt.

Balance (Pan/Panorama):
Regelt das Lautstärkenverhältnis zwischen linkem und rechtem Stereokanal und bestimmt damit, wo das Signal zwischen den beiden Lautsprechern wahrgenommen wird.

Fader: Mit dem Schieberegler wird die Lautstärke eingestellt, mit der das Signal entsprechend dem Signalfluss weiter geleitet wird.

Regelelemente sind als Drehpotentiometer, Schiebepotentiometer und Drucktaster/Kippschschalter ausgeführt. Bei höherwertigen bzw. großen Studiopulten sind einige oder alle Regelelemente automatisierbar d.h. speicherbar. Es gibt nichts Ärgerliches, als wenn man DEN Mix eingestellt hat und aus irgendwelchen Gründen die Regler verstellt hat und nun dem "alten" Mix nachtrauert, Die Einstellungen eines Pultes mit mehreren hundert Regelelementen auf Papier zu notieren wäre ebenfalls eine Lösung jedoch nicht jedermanns Sache.

 

Monitor Cue: regelt die Lautstärke des Signals zum Kopfhörerverstärker oder Monitorsystems im Aufnahmeraum.

PFL: Prefade-Listen Monitorsignal - hier wird das Monitorsignal vor dem Fader abgegriffen, praktisch um das Signal ohne Bearbeitung durch das Pult zu beurteilen.

Monitor Mute: Stummschalten des Monitorsignals.

Aux-Send: Diese Regler sind in unterschiedlicher Anzahl vorhanden und können auch als Monitor oder Effect benannt sein. 
Dies sind Abzweigungen, bei denen das Signal zusätzlich auf eine extra Leitung gelegt werden kann, die dann an der Mischpultrückseite in einer Buchse namens Aux (1-x) Send mündet an der Effekte angesprochen werden können (mehr hierzu unter Aux und Busse).

Mute (Stumm): Mit der Mute-Taste kann man einen Kanal stumm schalten (= ausschalten),

Solo: Mit der Solo-Taste kann man den Kanal alleine hören, während alle anderen stummgeschaltet werden.

Signalfluss (Routing): Hochwertige Mischpulte besitzen so genannte Busse, die zwischen Kanalzügen und Stereosumme liegen. 
Die Kanäle werden erst auf die Busse gemischt und dann auf die Stereosumme. Mit den Tasten legt man fest, auf welche Busse man das Signal legt (mehr dazu unter AUX und Busse).

Typische Regelmöglichkeiten:

Regelelemente

Aux-Wege werden im Allgemeinen verwendet, um Effektgeräte zu beschicken, Monitor-Mischungen für die Musiker oder Sprecher auf deren Kopfhörer zu legen oder einfach nur als zusätzlichen Ausgang.Der Aux-Regler schleift je nach Reglerstellung einen Anteil des Originalsignals auf den AUX Weg, das Originalsignal wird im Pegel nicht beeinflusst.

Jeder Kanalzug hat einen Regler pro Aux-Weg, so dass es möglich ist die Signale beliebiger Kanäle mit beliebigem Pegel auf einen Aux-Weg zu mischen. Das eignet sich für Effekte, die man gleichzeitig für mehrere Kanäle verwenden möchte und die anteilig (zusätzlich zum Originalsignal) zugemischt werden. Pro Aux-Weg gibt es eine Ausgangs- (Send) und eine Eingangs- (Return) Buchse. Die Aux-Return Eingänge haben nochmals Regler für den Eingangspegel (des bearbeiteten Signals), die sich meistens oben rechts, über den Bussen befinden.

Die Zuordnung eines Signals zu einem Buss wird in der Regel über Drucktasten im Kanalzug bestimmt, meist sind diese im Bereich des Faders zu finden. Im Gegensatz zu den AUX Wegen, wird hier das Signal komlett auf den Buss geschaltet. Die eigentlichen Busse sehen aus wie reduzierte Kanalzüge, mit Fader, Solo und Stumm-Taste und Balanceregler, sind aber Ausgänge, an die Mehrspur-Aufnahmegeräte angeschlossen werden können. Für jeden Kanal z. B. einer 16-Spur-Bandmaschine braucht man einen getrennt regelbaren Ausgang am Mischpult.

Mit den Tastern im Kanalzug kann man festlegen, auf welche Busse der Kanal gemischt wird und damit, auf welche Spuren des Aufnahmegeräts das Signal aufgezeichnet wird. Will man Kanal 3 auf den Bus 7 legen, drückt man im Kanalzug 3 die Taste „7-8“ und dreht den Balance-Regler ganz nach links. Ganz rechts würde man Bus 8 beschicken, in der Mitte Bus 7 und 8. Auch zum "simplen" Zusammenfassen von Instrumentengruppen sind Busse sehr praktisch, z.B. Alle Mikros eines Backgroundchores zusammenzufassen und die Gesamtlautstärke dann mit einem Fader zu regeln.

Aux und Busse

Wichtigstes Element hier ist der Summen bzw. Masterfader Mit ihm wird die Gesamtlautstärke des Mixes (Stereosumme) geregelt. Manche Mixer besitzen auch nur einen (Stereo)Masterfader, der beide Stereokanäle gemeinsam regelt. Unterschiede in der Lautstärke zwischen beiden Kanälen können hier mit Hilfe eines Balance-Reglers korrigiert werden.

Die Ausgänge der Stereosumme führen bei einem Live-Mixer zur PA, bei einem Recording-Mischpult zum Stereo-Masterrecorder, auf dem der Mix aufgenommen wird. Der Pegel wird auf den Master-Levelmetern optisch kontrolliert.

Weiterhin befinden sich hier auch die (Master) Regler für die Aux-Sends, also die Ausgänge, über die die Signale für die Effektgeräte und – bei Live-Mixern – die Bühnenmonitoranlage gesendet werden.

Die Signale aus den externen Effektgeräten werden über spezielle Stereokanäle – die Aux- oder Effect-Returns – in den Mixer zurückgeleitet, und können dann der Stereosumme zwecks Abmischung oder den Subgruppen zwecks Aufnahme zugeleitet werden. Manche Pulte verfügen nicht über Aux-Returns. In diesem Fall muss man die Effektsignale über die normalen Eingangskanäle zurückleiten.

In der Mastersektion befinden sich auch sämtliche Bedienungselemente für das Monitoring: Der Mann am Mixer kann hier auswählen, welches Signal er auf den Studiomonitoren oder auf dem Kopfhörer haben will: Die Stereomischung, die zur Mastermaschine (oder zur PA) geht, die Kontrollmischung für die Musiker, den pfl-Bus, die Aux-Wege, die Ausgänge der Mastermaschine zum Abhören der aufgenommenen Endmixes usw. In der Regel werden diese Signale zur optischen Kontrolle auch auf die Levelmeter des Stereomasters geleitet.

Dieses Levelmeter ist mit das Wichtigste Element des Mischpultes, denn hier können Übersteuerungen erkannt und vermieden werden.

Ausgangssektion

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