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Homerecording and Guitars

 

Analoge Signale muss der A/D-Wandler (Analog zu Digital) des Audiointerface ins Reich der Nullen und Einsen bringen: In sehr kleinen Abständen (je kleiner, um so genauer) wird der jeweils anliegende Pegel des Signals gemessen (z.B. bei 48kHz Samplingfrequenz eben genau 48000 mal pro Sekunde) und dem nächstliegenden digitalen Wert zugeordnet, den der Rechner verstehen kann. Im Gegensatz zur "analogen Unendlichkeit" kennt dieser keine fließenden Übergänge, sondern nur eine begrenzte Anzahl fester Werte (repräsentiert durch die Anzahl Bits, mit der die Wandler arbeiten). Der kontinuierliche Pegelverlauf des analogen Signals wird so in kleinste Zeitschnipsel zu einer fortwährenden Zahlenkolonne zerhackstückelt. Erst mit diesem digitalen Datenstrom kann der Computer etwas anfangen.

Für die Wiedergabe braucht es den umgekehrten Weg: Der D/A-Wandler (Digital zu Analog) im Audiointerface muss aus der vom Rechner kommenden Zahlenfolge wieder eine kontinuierliche Wellenform erstellen, um (idealerweise) exakt den ursprünglichen analogen Verlauf entstehen zu lassen.

In beiden Fällen spricht man von einer (Um-)Wandlung bzw. Konvertierung. Entsprechend werden die elektronischen Schaltkreise als Wandler bezeichnet (es haben sich auch die englischen Abkürzungen „ADC“ für Analog-Digital-Converter und „DAC“ für Digital-Analog-Converter eingebürgert).

Audio Interfaces bringen Audiosignale in den Computer und aus ihm heraus. Sie sind quasi die Eingänge eines analogen Mischpultes mit Schnittstelle zur Computerwelt, meist als USB oder Firewire.

Die Qualität dieser Bausteine ist zu einem großen Teil - aber nicht ausschließlich – für die Güte des gesamten Audiointerface verantwortlich. So ist die Angabe von Samplefrequenz und Auflösung (z.B. 96kHz/24bit) ein erster Indikator für die Leistungsfähigkeit der Wandler. Bei digitalen Verbindungen (wie S/PDIF oder ADAT) sorgt das Audio Interface in erster Linie dafür, dass der Rechner das jeweilige Datenformat „versteht“ und weiter bearbeiten kann. Da hier bereits Audiodaten in digitaler Form vorliegen, ist eine Wandlung im eigentlichen Sinne natürlich nicht mehr nötig.

Allerdings kommt ein anderer wichtiger Faktor ins Spiel, den es in der analogen Umgebung nicht gibt: Die digitalen Daten treffen in einem bestimmten Takt ein und alle beteiligten Geräte müssen ihre Verarbeitung darauf abstimmen.

Wenn dies nicht exakt übereinstimmt kommt es zu Störungen der Synchronisation. Die Folge sind Knistern, Knackser oder Klangverfärbungen, die sich durch ein leichtes Schwanken des Taktes einschleichen. Gute Audiointerfaces zeichnen sich durch geringe Störanfälligkeit aus.

Die gängigsten Anschlussarten an den PC sind heute USB sowie Firewire, in professionellen Umgebungen wird auch noch mit PCI Karten gearbeitet, die dann in den PC eingebaut werden.

Für das schnelle Recording zwischendurch unterwegs werden auch Cardbus-Interfaces verwendet, welche einfach in einen Cardslot eines Laptops gesteckt werden.

Audiointerface

Vorwort

Doch nicht immer muss es auch das Größte Interface sein, entscheidend hier ist der Einsatzzweck.

Wieviele Mikrofone müssen gleichzeitig aufgenommen werden, wieviele Line-Signale, werden Gitarren direkt an das Interface angeschlossen? Hier entscheidet sich dann die Anzahl der Ein und Ausgänge und somit die Größe des Interface. Bei größerer Anzahl Ein und Ausgänge sollte das Interface unbedingt mit einem eigenen Netzteil betrieben werden.

Es gibt Interfaces mit 2 Eingängen und 2 Ausgängen bis hin zu 16 Eingängen und 16 Ausgängen, nach Oben sind technisch kaum Grenzen gesetzt.

Die Anzahl der gleichzeitig aufzunehmenden Signale entscheidet dann auch über die Schnittstellenart, ab 8 gleichzeitigen Signalen sollte zu USB 3 oder Firewire 800 gegriffen werden, da nur eine schnelle Schnittstelle so viele Signale in Echtzeit übertragen kann. Prinzipiell ist hier jedoch immer das Schnellste und Beste grade gut genug. Zumindest die Ausgänge sollten symetrisch sein, die Mikrofonverstärker die bestmöglichen Werte in Bezug auf Frequenzgang und Störspannung haben.

Wenn Gitarren direkt eingespielt werden ist ein sogenannter Hi-Z Eingang unumgänglich um die Gitarre möglichst natürlich aufnehmen zu können. Auch ein guter Kopfhörerverstärker sollte im Interface sein, er sollte nicht zu laut sein und auch im Grenzbereich nicht übersteuern. Regelmöglichkeiten am Gerät direkt sind nicht so sehr entscheidend, da dies besser durch die Treibersoftware machbar ist, als fummelige Regler am Interface zu bedienen.

Ein und Ausgänge

Auf den Bereich Musik, Musikproduktion und Homerecording bezogen können wir Latenz als die zeitliche Verzögerung zwischen dem Entstehen eines Sounds und dem Erreichen unserer Ohren zusammenfassen. Diese Definition ist inbesondere dann von Bedeutung, wenn der Musiker gleichzeitig Sender und Empfänger ist. Dann nämlich entsteht eine spürbare Verzögerung zwischen dem Moment, in dem der Musiker eine Note spielt, und dem Moment, in dem er die gespielte Note hört, was zu erheblichen Problemen im Feeling und der Interpretation führt. Denn, wer kann schon gut ein Instrument spielen, wenn er es nicht sofort hört?

Natürlich kann das Phänomen der Latenz vernachlässigt werden, wenn wir ein akustisches Intrument spielen (akustische Gitarre, Geige, Klavier, etc.) – nicht aber, wenn wir einen Klang durch eine digitale Audio Workstation (DAW) bearbeiten und damit auf die Verwendung eines Computers, eines Audio Interface und auf die Wiedergabe des Klangs durch Studiomonitore bzw. Lautsprecher angewiesen sind

Üblicherweise wird der Wert in Millisekunden angegeben, bei Softwaremischern wird er in Samples angegeben. je kleiner der wert ist umso besser, aber Achtung, nicht zu kleinen Wert für die Samples einstellen, 256 ist schon ein guter Wert, 128 kann kritisch werden, wenn Sie Knackser hören auf den nächsthöheren Samplewert gehen. Üblich sind 256 und 512, damit kann man schon gut arbeiten, man muss aber immer das gesamte System betrachten, auch die Software ist abhängig vom PC und daraus resultiert auch hier eine gewisse Zeitverzögerung(Latenz).

Latenz

Die Qualität der Vorverstärker wird mit dem Rauschabstand angegeben, die heute üblichen Geräte sind meist schon nahe oder über der 100db Grenze, was schon recht gut ist.Ebenso wichtig ist ein möglichst linearer Frequenzgang, idealerweise von 20Hz bis 20kHz ohne nennenswerte Abweichungen.

Also erst einen genauen Plan aufstellen, was man mit dem Audiointerface alles machen will und dann im Fachhandel ausführlich beraten lassen.

Eine gute Lösung wäre es auch ein solches Interface auf dem Versandweg zu bestellen, man kann das Gerät in aller Ruhe in sein System integrieren und testen, bei Nichtgefallen hat man in der Regel 30 Tage Rückgaberecht.

Die reine Tonqualität ist natürlich das absolut Wichtigste, ein Audiointerface darf keinen Sound haben, das heist es darf den Klang nicht einfärben oder verfremden.

Bei der Anschaffung eines solchen Geätes sollte man genau wissen was man damit aufnehmen möchte. Für Keyboards reichen einfach Geräte mit Linepegel-Eingängen. Will man Gesang oder akustische Instrumente mit Mikrofonen aufnehmen, sollten die bestmöglichen Vorverstärker der Preisklasse genommen werden.

Audioqualität

Der Treiber ist ein kleines Stück Software, das dem Betriebssystem und der Audioanwendung die Verständigung mit dem Interface ermöglicht. Ohne Treiber weiß der Computer nichts vom angeschlossenen Interface. Der Umfang des Treibers legt auch fest, welche Features des Interfaces genutzt werden können – so kommt es durchaus vor, dass bestimmte Eigenschaften nur unter Windows oder Mac-OS zur Verfügung stehen, nicht aber im jeweils anderen Lager.

Bei Interfaces die vermeintlich keinen Treiber brauchen, wird ein Betriebssystem-interner geladen, hier hängt’s also an Apple oder Microsoft, was unterstützt wird oder nicht. Besonders berauschend sind diese Treiber aber nicht. Apple tat sich hier lobenswert durch die „flüssige“ Integration über Core-Audio und Core-MIDI hervor, bei vielen Soundkarten fühlt es sich tatsächlich so an, als würde kein Treiber gebraucht.

Für den Einsatz eines Audiointerfaces am eigenen Computer ist demnach essentiell, dass ein passender Treiber vorhanden ist. Oft werden nur bestimmte Versionen eines Betriebssystems unterstützt, bei neueren Geräten steht man mit älteren Computern dann auf verlorenem Posten. Hier heißt’s unbedingt im Vorhinein abklären, ob das eigene System vom jeweiligen Interfacehersteller unterstützt wird. Bei vielen Audiointerfaces wird ein Softwarepaket mitgeliefert, welches Treiber und oftmals auch Sequenzersoftware in angespeckter Form enthält, hiermit sind dann schon einfachere Musikproduktionen machbar.

Treibersoftware

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