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Homerecording and Guitars

Der Ursprung der Gitarre geht geht auf den ersten Moment zurück, in dem ein Mensch einen Bogen spannte und beim Abschießen des Pfeils den Klang des Seils hörte. Sieben Jahrhunderte vor dem Anbruch unseres Zeitalters spielten die Assyrer schon ein Instrument, das dem heutigen ähnelte und unter dem griechischen Namen Kithara, Zither, bekannt war.

Ihre Dimensionen und besonderen Merkmale sind im Wesentlichen bis heute unverändert.

Die heute übliche Form und Größe erhielt die Konzertgitarre um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch den spanischen Gitarrenbauer Antonio de Torres Jurado (1817 - 1892).

Die wichtigsten Gitarristen dieser Zeit (Arcas, Tarrega, Llobet, Pujol) spielten Torres Modell. Torres erfreute sich zu Lebzeiten großer Beliebtheit. Da Torres auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Gitarrenbauer aufhörte, ist zu vermuten, dass er weniger als 160 Instrumente gebaut hat.Die Maßverhältnisse und die Konstruktionsprinzipien, die im wesentlichen auf Torres zurückgehen, beeinflussen den Gitarrenbau bis zum heutigen Tage.

 

Ausführung der Decke

Struktur des Fächers (Anordnung der Deckenspreizen)

Hinzufügung der sechsten Saite

Erweiterung der Anzahl der Bünde

Kuppelgewölbte Deckenkonstruktion

Temperierte Stimmung MI (E) - LA (A) - RE (D) - SOL (g) - SI (h) - MI (e).

Torres Veränderungen in Stichpunkten:

Allerdings nur mit vier Saiten. Das jüdische Volk zum Beispiel, fand während des langen Marsches durch die Wüste Trost in ihrem Klang.

Im Laufe der Jahrhunderte belebte der Klang ihrer Saiten die Feste in den Tavernen und die gehobenere Unterhaltung des Adels. Der aus Ronda stammende Schriftsteller und Musiker Vicente Espinel (1550-1624) fügte der Gitarre eine fünfte Saite hinzu, das hohe E, heute die "Erste". Später wurde eine sechste Saite integriert, das tiefe E, um schließlich die Form anzunehmen, in der man sie heute kennt.Die Kompositionen von Fernando Sors und Francisco Tárrega im letzten Jahrhundert, haben sie bis zur höchsten Kategorie der Musikinstrumente weiterentwickelt.

Ab dem Jahre 1600 etwa tauchen in Italien, Frankreich, Portugal, Spanien und im späteren Deutschland die ersten Gitarren auf. Es sind relativ kleine und schmal gebaute Instrumente.Auffällig ist die meist außer-ordentliche Verzierung und eine noch uneinheitliche Besaitung an Doppelsaiten. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden für die fünfsaitigen Gitarren von vielen Komponisten wichtige Werke geschrieben.Dabei entwickelte sich auch eine Spieltechnik und Interpretation, die an das Instrument immer höhere Anforderungen stellte. Von 1800 ab hatte sich die schlichte und holzbetonte Bauart mit sechs Saiten etabliert (C. F. Martin, J. G. Staufer).

Gitarren und Geigenbauer in Deutschland und Frankreich nutzten im 19. Jahrhundert ihre verhältnismäßig lange Tradition im Instrumentenbau in anderen Ländern.Beide, die Franzosen und die Deutschen, waren in der Lage, schnell Produktionsstätten aufzubauen, in denen relativ gute Instrumente in Massenproduktion hergestellt werden konnten.Dies hatte zur Folge, dass durch den harten Preiskampf viele kleinere Instrumentenhersteller pleite gingen oder selber nach Amerika emigrierten, wo der Markt - bedingt durch lokale kulturelle Unterversorgung - noch wirtschaftlich einzuschätzen war.

Die neuen Formen des Gitarrenbaus, die etwa 1825 in Europa entwickelt wurden, konnte er, bevor er nach Amerika ging, ausreichend studieren. Aber allein die Form schien sein Interesse zum Bau einer weiterentwickelten Gitarre zu inspirieren. Da Martin seine Konstruktion ganz auf die Weiterentwicklung der Stahlsaiten-Gitarre konzentrierte, behielt er den Steg mit Knöpfchen, wie in seiner Zeit als Gitarrenbauer in Wien, bei. Er führte die durch ihn entwickelte X-Strebe ein und brachte diese auch zur Produktionsreife. Damit wurde die Zukunft der amerikanischen Gitarre (Westerngitarre) im Wesentlichen mitbestimmt und geprägt.

Besonderes Beispiel dafür ist die in Nazareth, Pennsylvania (USA) gegründete Produktionsstätte von C. F. Martin Company. Zwischen 1833 und 1890 produzierte das Unternehmen mehr als 8000 Gitarren. Martin baute Gitarren nach dem Schnittmuster seiner europäischen Kollegen. Zur gleichen Zeit gab es Konkurrenz durch den Mandolinenbauer Orville Gibson (1856 - 1918), der sich entschieden hatte, Gitarren wie Mandolinen zu bauen. Sein Erfolg veranlasste die Martin Company ihrerseits, ein neues Modell auf den Markt zu bringen

Das Dreadnought-Modell verdrängte Gibson aus dem Akustik-Folk-Genre. Zu allen Zeiten durchlebten Gitarrenbauer, gute und schlechte Zeiten. Der Erste Weltkrieg verdrängte die französische Gitarrenindustrie fast komplett aus dem Musikmarkt. Deutsche und amerikanische Firmen teilten den Markt unter sich auf.

Es entstand ein florierender internationaler Musikmarkt, der von Großhandelsorganisationen gelenkt und bestimmt wurde.Durch gesellschaftliche Veränderungen stieg auch die Musiknachfrage nach dem Ersten Weltkrieg und so konnte der neu entstandene Musikmarkt selbst die wirtschaftliche Katastrophe der dreißiger Jahre gut überstehen.Der Zweite Weltkrieg hingegen bewirkte, dass die gesamte europäische Gitarrenindustrie und die gesamte Gilde der einzelnen Gitarrenbauer einen Entwicklungsrückgang von mindestens 12 Jahren verzeichnen mußten.

Der Krieg teilte das Gebiet der östlichen Provinzen Deutschlands und den westlichen Gebieten der Tschechoslowakei. Ein über 650 Jahre altes Zentrum des Musikinstrumentenbaus wurde neu gebildet. Nach Einführung der Nylonsaite (1946), die im Gegensatz zur Natur-Darmsaite wesentlich gleichmäßiger gearbeitet ist stärkere Spannungen überträgt und einen brillanten, klaren Ton erzeugt, konnten die Gitarrenbauer weiterführende Konstruktionsprinzipien umsetzen.

Im Mutterland des Gitarrenbaus hat sich die industrielle Gitarrenproduktion in der südspanischen Hafenstadt Sevilla angesiedelt. Mit besten Handelsbeziehungen nach Südamerika und der dort florierenden Holzindustrie bereitete Salvator Ibanez den Siegeszug der Spanischen Konzertgitarre vor. Seine Idee bestand darin, eine große Anzahl wirklich billiger Gitarren nach Buenos Aires zu verschiffen. Dieser Aktion ging eine großangelegte Werbekampange in örtlichen Zeitungen voraus. Das Vorhaben hatte guten Erfolg und wurde durch Wiederholungen der Verkaufsaktion zu einem profitablen Geschäft.

Die in Valencia produzierenden Gitarrenbauer beteiligten sich nach einiger Zeit an diesem Geschäft. Diese Gitarren waren nicht von besonders hoher Qualität aber sie waren billig, was zu dieser (Nachkriegszeit) vielen Musikern dazu diente, Zugang zum Instrument zu bekommen und dies nicht nur in Argentinien und Spanien. Musikhändler fanden auf diesem Wege immer mehr Möglichkeiten, die Konzertgitarre zu verkaufen. Diese Situation dauerte bis in die sechziger Jahre an. Zu dieser Zeit, als sich abzeichnete, dass die Gitarre (spanische Gitarre) ein wirklich großes Geschäft innerhalb der Musikindustrie wurde, entstand durch die Japaner eine internationale Konkurrenz. Das Qualitätsniveau wurde, bedingt durch die Nachfrage nach besseren Konzertgitarren, höher.Genau das hatten die japanischen Kollegen vorrausgesehen und ihre Produktion daraufhin ausgerichtet.

Ab diesem Zeitpunkt dominierten die japanischen Gitarrenfabrikanten Yamaha, Takamine u.a.) den Konzertgitarrenmarkt. Es bedurfte fast zwei Jahrzehnte (1960 - 1980) der Umorientierung, bis der Valencianer Gitarrenbau, nun nach japanischem Vorbild, sich wieder eine gute Marktstellung zurückerobern konnte. Gegen Ende der sechziger Jahre gab es andere spanische Gitarrenbauer, die sich auf den Bau erlesenster Solisteninstrumente spezialisierten, z.B. Fleta, Bernabe, M. Rodriguez, Contreras u.a..

Der Preis war meistens günstiger als bei gleichwertigen Instrumenten aus Spanien oder Deutschland.Masaru Kohno galt schon 1960, als er nach Japan zurückkehrte, als der beste japanische Gitarrenbauer. Seine Konzertgitarren waren keine Kopien vom Ramirez-Torres-Modell. Abgesehen davon kamen nicht alle Gitarristen mit den schwer zu spielenden Ramirez-Gitarren zurecht. Daraufhin entwickelte er sein eigenes Torres-Modell und forderte die gesamte Elite des Gitarrenbaus der westlichen Welt heraus. Sein Modell hatte einen Hals mit kleineren Maßverhältnissen. Somit waren die Instrumente auch für Spieler geeignet, die etwas kleinere Finger hatten.

Bald gewann sein Modell den begehrten Queen-Elizabeth-Preis. Tonschönheit, Brillianz und Lautstärke gepaart mit einem klaren Bass, zeichneten seine Instrumente aus. Als seine Gitarren weltweit Anerkennung und Prestige gewonnen hatten und mehr Instrumente verkauft werden konnten, als er bauen konnte, eröffnete er eine moderne Produktionsstätte. Kohno bildete eine Vielzahl von Gitarrenbauern aus und konnte bis in die Mitte der achtziger Jahre seinen Marktanteil ständig vergrößern.

Die japanischen Hersteller pflegten ein wirkliches Interesse an den Arbeiten prominenter westlicher Gitarrenbauer. Sie besuchten diese, um einen Informationsaustausch anzuregen oder luden diese Leute nach Japan ein. Andere asiatische Länder wie Korea und Taiwan kopierten gleichermaßen die japanische Methode und bauten ebenfalls Gitarrenproduktionsstätten in ihren Ländern. Der spanische Gitarrenbau musste sich, mit Ausnahme der Ramirez- Werkstatt, zu dieser Zeit neu orientieren, um nicht auf Dauer den Japanern unterlegen zu sein. Heute pendeln sich japanische und amerikanische, sowie natürlich die klassischen spanischen Hersteller auf einem ziemlich gleichen Qualitätsniveau ein, die akkustische Gitarre wird wieder vermehrt in aktuellen Musikproduktionen und auf der Bühne eingesetzt, was zeigt, dass die Geschichte der Gitarre noch lange nicht abgeschlossen und in stetigem Wandel ist, eben so wie Musik sein sollte.

Grundprinzipien mit dem Orginal überein, waren aber im Vergleich doch eher Ramirez-Kopien.Das war nicht verwunderlich wenn man berücksichtigt, dass viele dieser Gitarrenbauer, die von Ramirez gebauten Instrumente als Grundlage ihres Bauplanes wählten. Zum anderen arbeiteten und lernten diese Gitarrenbauer oft ihr Handwerk in der Ramirez-Werkstatt (Bernabe, Contreras).

Mitte der siebziger Jahre beherrschten japanische Konzertgitarren den Gitarrenmarkt in den unteren und mittleren Preisklassen. Die Instrumente waren leichter zu spielen als die Ramirez ähnlichen Modelle, gut verarbeitet und von beständiger gleichbleibender Qualität.

Gleichzeitig vollzog sich auch in Deutschland (Hopf, Hauser, Hannabach u.a.) dieser Ausgliederungsprozeß vom Industriegitarrenbau hin zum Kunsthandwerk. Die meisten dieser Gitarrenbauer konstruierten ihre Instrumente nach dem Vorbild des Torres-Modells. Bauweise, Dimensionen und Materialien dieser Torres-Modelle stimmten in ihren

Historie der Akustik-Gitarre

Die Anfänge

C.F.Martin und die Dreadnaught

Spanische Tradition

Asiatische Herausforderung

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