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Homerecording and Guitars

 

Die Saiten erstmal grob stimmen. So hat man die Gewähr, daß jetzt schon mal der übliche Saitenzug auf dem Hals lastet. Das sind bei der Gitarre ca. 70 Kilo, beim Bass ist es noch mehr. Und gerade beim Basshals wird man. wenn man die E-Saite auf dem ersten und dem letzten Bund gleichzeitig herunterdrückt, sehen, daß die Saite im Bereich des 7-ten bis 8-ten Bundes am meisten Abstand zu den Bünden hat. Dieser Abstand sollte nicht allzugroß sein, dennoch brauchen die Saiten auch Raum zum Ausschwingen. Diesen Abstand können wir mit dem Halsverstellstab (Trussrod) regulieren.

Zum Checken der Halskrümmung drückt man die tiefe E-Saite auf dem ersten und letzten Bund gleichzeitig herunter. Bei Gitarrenhälsen sollte der Abstand der Saite zum 7ten Bund (Oberfläche des 7ten Bundstäbchens) ca. 0,5mm betragen, bei Basshälsen ca. 1,5mm. Ansonsten hat man die Möglichkeit, die Krümmung des Halses mit dem Trussrod einzustellen. Wird die Trussrodmutter nach rechts gedreht, spannt sich der Hals nach hinten (konvex). Wird die Mutter links gedreht, entspannt sich der Hals, d.h. der Saitenzug zieht den Hals nach vorne (konkav). Wichtig ist, daß die Mutter nur in Viertelumdrehungsschritten gedreht wird, also nach jeder Vierteldrehung mal schauen, ob´s nicht schon reicht.

Manchmal ist das Einstellen des Trussrods mit ein wenig Akt verbunden, da sich bei traditionell gefertigten Strat- oder Telehälsen die Mutter am Halsende befindet und oft nur im abgebauten Zustand zugänglich ist. Ein kleiner Tip: Wenn der Hals im unbesaiteten Zustand schnurgerade ist, dürfte man schon ziemlich richtig liegen.

Bei nagelneuen Hälsen kann es sein, daß sich diese im Laufe der Zeit aufgrund des Saitenzuges noch ein wenig konkav krümmen. Man sollte die Trussrodeinstellung deshalb im Abstand von ungefähr 2-3 Wochen überprüfen und notfalls korrigieren.

Darüber wie gerade ein Hals sein sollte, streiten sich übrigens die Geister. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, daß eine solche Einstellung nicht nur von der Saitenstärke abhängt, sondern auch von der jeweiligen Gitarre. Bei Gitarren, die beispielsweise etwas strammer im Anschlag sind, die Saiten also nicht so stark ausschwingen lassen, kann man den Hals natürlich sehr gerade einstellen, ohne daß man Streß mit irgendwelchem Gezirpe kriegt. Ich empfehle daher jedem, in dieser Hinsicht ganz unvoreingenommen an die Sache heranzugehen. Schließlich gibt es auch Leute, die es ganz toll finden, wenn die Saiten beim Anreißen auf die Bünde schlagen.

 

1. Der Hals ist stark konkav gekrümmt (Up-Bow). Dadurch erhält man eine zu hohe Saitenlage.

2. Der Hals ist konvex gekrümmt (Back-Bow). Die Saiten liegen fast immer auf und es schnarrt ständig.

3. Der Hals ist schnurgerade. Bei vernünftiger Saitenlage neigen die Saiten zum Schnarren, da sie keinen ausreichenden Raum zum Ausschwingen haben. Der optimal eingestellte Hals muß ganz leicht konkav gekrümmt sein

Gitarre / Bass einstellen

Bei modernen Gitarren kann die Saitenlage jeder einzelnen Saite justiert werden. Diese Einstellung ist noch mehr als die Halswölbung von den individuellen Vorlieben des Gitarristen abhängig. Wer kräftige Finger hat, kann selbst bei starken Saiten eine hohe Saitenlage bevorzugen, weil die Gitarre dann sauberer klingt und die Saiten weniger "scheppern".

Einsteiger bevorzugen eher niedrigere Lagen. Die dicken Saiten müssen wegen ihres stärkeren Ausschlags höher liegen als die dünnen. Letztlich ist die Einstellung ein Kompromiss zwischen der Kraft, mit der die Saite gedrückt werden muss und dem Scheppern bei zu niedriger Lage.Bei Fender-Type Gitarren kann man in der Regel die Saitenlage für jede Saite einzeln einstellen (3mm Madenschrauben in den Saitenreitern). Bei Gibson-Type Gitarren (Tun-O-matic-Stege) ist der Höhenunterschied der einzelnen Saiten durch den Steg fest vorgegeben, es kann nur der gesamte Steg in der Höhe justiert werden.

Sollen nun die hohen Saiten näher an's Griffbrett muss dazu der Steg einseitig in der Höhe verstellt werden.Falls der Verstellbereich des Steges nicht ausreicht, kann bei Gitarren mit Schraubhälsen ein schmales Stück Furnierunter die Hinterkante des Halses gelegt werden. So wird dann der Kippwinkel des Halses zum Korpus veränder, allerdings muss hierzu der hals runter, bzw. gelockert werden, mache ich eigentlich nicht so gerne, eine satt sitzende Verbindung sollte man nicht so oft lösen

Wurde die Halswölbung oder die Saitenlage verändert, dann muss i.d.R. auch die Oktavreinheit korrigiert werden. Oktavreinheit bedeutet, dass die Saite, wenn sie im 12. Bund gedrückt wird, exakt eine Oktave höher klingt, als wenn sie leer angeschlagen wird.

Nur um den Begriff zu klären sei erwähnt, dass die Bundreinheit (d.h. wenn die Oktavreinheit exakt eingestellt wurde, stimmen auch die exakten Tonhöhen beim Greifen in allen Bünden) nicht eingestellt werden kann. Eine Gitarre eines seriösen Herstellers ist bundrein... ansonsten ist sie nichts wert. 

Um die Oktavreinheit einzustellen, ist ein elektronisches Stimmgerät sehr hilfreich. Zunächst stimmt man die leer angeschlagene Saite am Stimmwirbel (oder am Feinstimmer des Tremolos) exakt. Danach wird sie im 12. Bund gegriffen. Das Stimmgerät zeigt u.U. eine Abweichung vom exakten Sollwert an. Diese Abweichung wird an der Oktavreinheits-Einstellschraube korrigiert. Da sich dabei die Grundstimmung der Saite ändert, muss diese wieder leer angeschlagen, gestimmt und der ganze Vorgang so lange wiederholt werden, bis das Stimmgerät bei der leer angeschlagenen und im 12. Bund gegriffenen Saite keinen Unterschied mehr anzeigt.

Die Einstellung muss für jede Saite einzeln vorgenommen werden. Es gibt jedoch Gitarren (Telecasters, 12 Saitige) bei denen sich 2 Saiten einen Saitenreiter teilen müssen, hier ist oftmals keine 100%ige Intonation zu erzielen, man muss hier ebenden Mittelwert nehmen.

Die Gitarre wird auf eine eben Fläche gelegt. Weiche Unterlage nicht vergessen, damit es keine Kratzer gibt. Man entspannt alle Saiten völlig (am besten macht man diese Einstellung, bevor die Saiten aufgezogen werden). Dann dreht man alle Tremolo Lagerschrauben soweit heraus, dass zwischen ihrem Kopf und der Tremolo Grundplatte ungefähr drei Millimeter Luft verbleiben. Die Grundplatte liegt nun lose auf dem Korpus auf. Jetzt zieht man langsam die Lagerschrauben Schraube für Schraube an, bis die Grundplatte gerade beginnt, sich mit der Hinterkante anzuheben. Dann jeweils die Schraube wieder eine Viertelumdrehung lösen und zur nächsten Schraube wechseln. Für die Einstellung des Tremolos ist zunächst die Tremolo-Abdeckung an der Rückseite des Korpus abzunehmen, wozu lediglich die 6 Schrauben zu entfernen sind, die die Abdeckplatte halten.

Die Einstellung eines Vintage-Tremolos ist so eine Art Geduldspiel. Allerdings nur, wenn man das Tremolo schwebend betreiben möchte, so dass man den Ton hoch- und herunter tremolieren kann. Möchte man nur heruntertremolieren, kann man das Tremolo so einstellen, dass die Tremolo Grundplatte plan auf dem Gitarrenkorpus aufliegt. Man erreicht dies durch Hinzufügen von einer oder zwei Tremolo-Federn und/oder Anziehen der beiden Spannschrauben, bis eben die Tremolo Grundplatte satt auf dem Korpus aufsetzt. Upbends sind so aber nicht möglich. Für den schwebenden Betrieb ist mehrfaches Nachjustieren während des Stimmens angesagt, da bei jeden Nachstellen der Federn sich auch die Stimmung der Saiten verändert. Also wieder stimmen und neu kontrollieren. Nachjustiert wird immer mit den Spannschrauben am Federblech. Bei einem Vintage-Tremolo soll die Bodenplatte bei korrekter Einstellung ca. 3,2 mm mit der Hinterkante gegenüber dem Korpus hochstehen. Ein wenig Öl (z.B. Waffenöl) an den beweglichen Stellen des Tremolos schadet nicht. Ebenso die Auflagestellen der Saiten auf den Saitenreitern können etwas Öl gut gebrauchen. Wirklich nur etwas (ein wenig) Öl auftragen, da es sonst unnötig schmiert.

Viele Leute halten so ein Floyd-Rose-License Tremolo für ein Buch mit 7 Siegeln. Das ist auch nicht verwunderlich. An so einem Teil sind mehr Schrauben als an einem Fiat Panda. Wenn man allerdings die Technik die hinter dieser Konstruktion steckt vom Prinzip her verstanden hat, ist die Einstellung des Tremolos fast ein Kinderspiel.

Zum Einstellen der Oktavreinheit stimmt man die jeweilige Saite mit einem Stimmgerät. Danach greift man diese Saite am 12. Bund. Nur leicht aufdrücken, da ein zu starker Druck die Saite zwischen die Bunddrähte drückt und so dass Messergebnis verfälscht !!! Sollte der Zeiger des Stimmgerätes nun genau in der Mitte stehen ist alles in Ordnung und es ist nicht notwendig die Oktavreinheit einzustellen. Schlägt der Zeiger allerdings zu weit nach Rechts aus,muss nachjustiert werden. Einfache Eselsbrücke: Der Zeiger zeigt ja schon an in welche Richtung der Saitenreiter verschoben werden muss. Jetzt muss lediglich das Inbus-Schräubchen zum Einstellen der Oktavreinheit ein wenig gelockert und der Saitenblock ein wenig nach Hinten verschoben werden.

VORSICHT FEINGEWINDE !!!! Diese Schräubchen mit Gefühl anziehen !!!!! Wieder stimmen und kontrollieren.Diesen Vorgang wiederholen bis der Zeiger in der Mitte stehen bleibt. Schlägt der Zeiger allerdings zu weit nach Rechts aus, muss nachjustiert werden. Der Zeiger zeigt ja schon an in welche Richtung der Saitenreiter verschoben werden muss. Jetzt muss das Inbus-Schräubchen zum Einstellen der Oktavreinheit ein wenig gelockert und der Saitenblock ein wenig nach Vorne verschoben werden.

VORSICHT FEINGEWINDE !!!! Diese Schräubchen mit Gefühl anziehen !!!!! Wieder stimmen und kontrollieren. Diesen Vorgang wiederholen bis der Zeiger in der Mitte stehen bleibt. Die meisten FR-Tremolos verfügen über zwei Gewinde-Bohrungen auf der Grundplatte. Falls also einmal einfaches Verschieben nicht ausreichen sollte, kann man auch mit dem Inbus-Schräubchen die Bohrung wechseln.

Grundsätzlich: Je näher der Pickup zum Steg sitzt, desto höher kann man ihn stellen. Je weiter er vom Steg weg ist, um so verwaschener wird der Sound, wenn der Pickup zu nah an den Saiten ist. Bei Pickups mit Polschrauben oder bei aktiven Pickups bleibt es aber in gewissem Rahmen Geschmackssache, also am besten ausprobieren und hören. Humbucker am Steg klingen am fetzigsten, wenn sie ganz nah an den Saiten sind.

Bei Pickups mit Einzelmagneten (Vintage Strat-, Tele-, P-Bass- und Jazzbasspickups) gilt Grundsätzlicheres: Deren Einzelmagneten haben bisweilen soviel Anziehungskraft, daß sie die Saiten beim Ausschwingen stören ("Stratitis").

Das kann man gut hören, wenn man die tiefste Saite ca. im 15-ten Bund greift und der angeschlagene Ton unsauber und unklar klingt, man kann es aber auch rein optisch am schwabbeligen Schwingverhalten der Saite erkennen. In diesem Fall ist es unerläßlich, den dafür verantwortlichen Pickup etwas weiter nach unten zu drehen.

Im Schaubild rechts ist der Saitenabstand zu den Magneten für eine Strat mit konventionellen Pickups dargestellt, dies gilt jedoch für alle Gitarre mit einzelnen sogenannten Polepieces alsp Einzelmagneten

Pickup

Hohe E-Saite

Tiefe E-Saite

Steg

1,5mm

3mm

Mitte

3,5mm

5mm

Hals

5,5mm

7mm

Höhe Tonabnehmer

Locking Tremolo

Vintage Tremolo

Oktavreinheit

Saitenlage

Halskrümmung

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