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Homerecording and Guitars

In den ersten Tagen verstimmen neu aufgezogene Saiten noch sehr schnell. Wenn man den kompletten Satz Saiten wechseln möchte, ist es unter Umständen ratsam, zuerst nur eine Hälfte (z. B. die Basssaiten) auszutauschen und die andere Hälfte ein paar Tage später, wenn sich die oberen Saiten nicht mehr verstimmen. Damit stellt man sicher, dass man immer eine Hälfte der Saiten hat, die richtig gestimmt sind, und die sich nicht so schnell verziehen. Diese dienen so als Orientierung für die neuen Saiten.

Zudem sollte man die Saiten nach dem ersten Stimmen immer noch mal kräftig etwa in der Mitte der Gitarre ein paar Zentimenter anheben. Die Saite wird wieder tiefer. Also muss man diese Saite noch einmal nachstimmen. Man wiederholt den Vorgang so lange, bis sich die Saiten nach dem Hochziehen nicht mehr verstimmen.

Dadurch verstimmen die Saiten am Anfang nicht so schnell, und die Stimmung hält mitunter auch zwei oder drei Lieder lang. Aber man darf sich nicht wundern, wenn man eine Gitarre anfangs mehrfach am Tag stimmen muss. Dieses gibt sich nach ein paar Tagen. Danach reicht es, die Gitarre nur einmal am Tag zu überprüfen, und gegebenenfalls mal ein oder zwei Saiten nachzustimmen.

Standardstimmungen für Gitarre und Bass

Wenn die Saiten gewechselt werden, ist immer ein guter Zeitpunkt auch mal die Gitarre zu reinigen und zu pflegen.

Wenn die Saiten gewechselt werden, ist immer ein guter Zeitpunkt auch mal die Gitarre zu reinigen und zu pflegen.

Zuerst wird durch Drehen des ensprechenden Flügels die Spannung der alten Saite gelöst, so dass sie lose hängt.

Danach wird die Saite aus der Achse der Mechanik gezogen und am Steg der Knoten gelöst: die alte Saite wird entfernt. Am Steg wird die neue Saite vom Schallloch aus in das entsprechende Loch gesteckt.

Das lose Ende wird einmal um die Saite geschlagen und dann zweimal durch die Schlaufe gezogen. Festziehen. (Anm.: Es ist hilfreich, wenn nicht alle Saiten vorher gelöst wurden, weil nur so die alten Befestigungen eine Orientierung sein können. Dieser Knoten zieht sich unter Belastung zu, lässt sich aber sehr einfach lösen wenn das Ende locker ist.)

Der entsprechende Wirbel am Gitarrenkopf wird so gedreht, dass das Loch gut erreichbar ist. Das lose Ende der Saite wird zwei Mal („obenherum“) locker um die Achse der Mechanik gewickelt.

Dann wird das lose Ende der Saite zwischen den Wicklungen durch das Loch in der Achse der Mechanik gesteckt und nicht zu fest gezogen.

Zunächst werden also maximal zwei Windungen um die Achse gewickelt - wer's schon kann kommt auch mit einer Wicklung aus - und erst dann die Saite durchs Loch gesteckt! Das andere (bereits „feste“) Ende wird beim Aufwickeln – solange die Saite nicht zu straff gespannt ist – über die beiden Wicklungen gelegt. Jetzt kann ohne weiteres sofort gestimmt werden.

Löse die Spannung der alten Saite, so dass diese lose hängt. Ziehe das kleine Plastikstück (bridge pin) aus dem Ende des Stegs und entferne die alte Saite.

Etwas widerspenstig ist das Einhaken der Ballends bei der Westerngitarre. Der Steg des Instruments hat sechs Löcher, die senkrecht ins Korpusinnere führen. Hier werden die Saiten quasi “rückwärts eingefädelt”, also mit dem Ballend voran! Danach wird jedes Loch mit einem sogenannten Stegstecker verschlossen. Wichtig zu wissen ist, dass nicht diese Stegstecker die Saiten irgendwie festkeilen sollen, sondern, dass sich das Ballend unter der verstärkten Gitarrendecke festhaken muß. Die Stegstecker haben lediglich die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Ballends nicht von dieser Kante abrutschen.Stimme die Saite.

Widerspenstig wird die Angelegenheit, weil ein Ballend dann doch manchmal “aushakt” und den Stegstecker hinaustreibt. War die Saite schon ziemlich hart gespannt, kann der Stecker tatsächlich geschoßartig das Weite suchen. Hier ist also Vorsicht geboten und das insbesondere für eventuell unbeteiligt gegenüber sitzende Anwesende!

Hat man es mit so einem Fall zu tun, sollte man zunächst überprüfen, ob das Ballend überhaupt unter der Gitarrendecke festhaken kann. Manchmal hilft es auch, die Saite ein wenig zu drehen oder die letzten Zentimeter etwas zu biegen. Oft haken sich diese schwierigen “Patienten” erst bei zunehmender Spannung fest. Wenn man den betroffenen Stegstecker (mit ausreichend Abstand!) im Auge behält, kann man rechtzeitig erkennen, wann dieser heraus zu rutschen beginnt.

Mit kräftigem Druck des Daumens der rechten Hand kann man dem meist erfolgreich entgegen wirken. Es kann nötig sein, mit dem Druck des Daumens den Stegstecker eine Weile lang festzuhalten, während man die Saite weiter spannt. Will sich bei der Saite aber überhaupt keine Festigkeit einstellen, so sollte man die Prozedur noch einmal von vorn angehen

Bei E-Gitarren ohne Tremolohebel ist das Saitenaufziehen wesentlich einfacher als bei Gitarren mit Tremolo-Mechanik, da hier die Saiten nur durch die Stegkonstruktion gefädelt werden müssen, um sie anschließend an den Stimmwirbeln zu befestigen.

Aus diesem Grund erfreuen sich die einfacheren Gitarren ohne Tremolosystem auch heute noch großer Beliebtheit, denn für den größten Teil aller Stücke ist ein Tremolosystem gar nicht erforderlich. Zudem sind Gitarren mit fester Stegkonstruktion auch viel stimmfester und obendrein auch noch viel einfacher einzustellen. Außerdem läuft man mit feststehendem Steg nicht Gefahr, dass sich die Gitarre durch einen Saitenriss vollständig verstimmt (wie bei schwebend gelagerten Tremolosystemen).

Ein weiterer Vorteil von festen Stegen ist natürlich auch der viel einfachere Wechsel auf andere Saitenstärken, da hier nur sehr selten Einstellungsänderungen an der Gitarre notwendig werden, wenn der Saitenzug durch andere Saitensätze verändert wird.

Lösen Sie die Spannung der alten Saite, so dass diese lose hängt. Entfernen sie die alte Saite durch Abwickeln vom Wirbel. Befestigen Sie das Ende der neuen Saite mit dem Metallbällchen am Steg. (Bei zweiteiliger Stegkonstruktion aus Saitenhalter und Brücke werden die Saiten durch das Loch im Saitenhalter und dann über die entsprechende Kerbe (Saitenreiter) der Brücke geführt.

Im Falle von Einteilern ist zu beachten, dass hier bei manchen Konstruktionen die Saite von der Halsseite durch das Loch gesteckt und dann über die Oberseite des Stegs zurückgeführt werden muss. Bei Telecaster-ähnlichen Stegen werden die Saiten unter Umständen von der Rückseite der Gitarre aus durch eine Bohrung im Korpus gefädelt (String-Through-Body-Konstruktion)).

Suchen Sie den entsprechenden Wirbel am Gitarrenkopf. Fädeln Sie das Ende der Saite durch das Loch im Wirbel.

Ziehen Sie die Saite durch das Loch und lassen Sie so viel dabei übrig, dass man etwa 3-4 Windungen auf den Wirbel bekommt (siehe dazu auch Punkt 4 im vorigen Abschnitt). Knicken sie das über den Wirbel stehende Ende der Saite am Wirbelloch nach oben.

Drehen Sie den Wirbel von sich weg, um die Saite zu spannen. Nach erfolgtem Aufziehen den Saitenrest am Wirbel mit Seitenschneider entfernen.

Viele E-Gitarren haben einen Hals, der eigentlich für Fender-Gitarren typisch ist. Bei der klassischen Form dieser Mechanik fällt auf, dass die Saiten der Reihenfolge nach aufgespannt werden. Bei diesen Gitarren ist unbedingt darauf zu achten, dass die Saite geradeaus auf den Wirbel zuläuft und nicht von der Seite (wenn dies der Fall ist, sind die Saiten falschherum auf den Wirbel gedreht)! Mit dem Saitenwechsel beginnt man am besten, wie üblich, mit der tiefsten Saite und arbeitet sich Saite für Saite nach oben. Bei vielen

Fender-artigen Hälsen sind Klammern (häufig bei den hohen Saiten) vor den Wirbeln angebracht, um die Saiten niederzuhalten. Sie sollen dafür sorgen, dass bei einem Tremoloeinsatz die Saite nicht aus dem Steg springt.Fender Tremolomechanik. Das Fender-Tremolo lässt ein recht einfaches Saitenaufziehen zu, da die Saiten nur von der Rückseite des Korpus durchgezogen werden. Ein Vorteil des Fender-typischen Tremolos ist zweifellos der einfache Saitenwechsel, da hier keine geschraubten Klemmen zum Befestigen der Saiten verwendet werden.

Leider muss beim Fender-Tremolo (wie auch bei allen anderen Systemen) die Federspannung verändert werden, wenn man die Tremolo-Mechanik schwebend gelagert hat und auf eine andere Saitenstärke wechseln möchte. Wer dies umgehen will, der kann die Mechanik auch aufliegend einstellen, so dass die Mechanik immer auf dem Korpus liegt. Dies hat unter anderem auch den Vorteil, dass sich die Gitarre bei einem Saitenriss während eines Stückes nicht verstimmt.

Der Nachteil eines aufliegenden Tremolos ist eher spieltechnischer Natur, denn so kann ein Ton mit Hilfe des Tremolos nur nach unten verändert werden. Diese Einbuße ist aber leicht zu verschmerzen, weil das Fender-Tremolo sowieso nicht das stimmstabilste System ist und man sich zweimal überlegen sollte, ob man es einsetzt oder nicht (es kann eine Gitarre bei stärkerem Einsatz gar fürchterlich verstimmen).

Lösen Sie die Spannung der alten Saite, so dass diese lose hängt. Entfernen sie die alte Saite durch Abwickeln vom Wirbel und anschließendes Ausfädeln aus dem Tremolo.

Ziehen Sie das Ende der neuen Saite mit dem blanken Ende nach vorne von der Rückseite des Tremolos durch die Mechanik.

Suchen Sie den entsprechenden Wirbel am Gitarrenkopf. Fädeln Sie das Ende der Saite durch das Loch im Wirbel.

Ziehen Sie die Saite durch das Loch und lassen Sie so viel dabei übrig, dass man etwa 3–4 Windungen auf den Wirbel bekommt (siehe dazu auch die entsprechenden Hinweise in den vorigen Abschnitten).

Knicken sie das über den Wirbel stehende Ende der Saite am Wirbelloch nach oben.

Drehen Sie den Wirbel von sich weg, um die Saite zu spannen.

Nach erfolgtem Aufziehen den Saitenrest am Wirbel mit Seitenschneider entfernen. Jetzt einstimmen, am besten mit einem Stimmgerät und dann spielen!

Damit sich die Gitarre beim Einsatz des Tremolo-Hebels nicht verstimmt, werden die Saiten bei der Floyd-Rose Bauart an der Brücke festgeschraubt. Meistens sind die Saiten auch am Sattel, der sich am Halsende vor der Stimm-Mechanik befindet, durch Schrauben gesichert (Klemmsattel).

Bei diesen Systemen wurde das Augenmerk darauf gelegt, dass die Gitarre unter allen Bedingungen stimmfest bleibt. Dies kann nur durch Festschrauben der Saiten bewerkstelligt werden, was allerdings den Saitenwechsel etwas schwieriger gestaltet.

Die Floyd-Rose-Systeme haben allerdings auch gravierende Nachteile gegenüber einfachen Steg- und Sattelkonstruktionen, denn wenn eine Saite reißt, dann verstimmt sich die komplette Gitarre und so ist ein Weiterspielen unmöglich. Der plötzlichen Verstimmung durch Saitenriss kann durch Einbau eines Feststell-Bocks entgegengewirkt werden, allerdings wird das Tremolo-System dann außer Kraft gesetzt. Eine weitere Variante dem entgegenzutreten ist ein Anschlagsystem, das nur noch eine Tonhöhenänderung nach unten zulässt (da das Tremolosystem darauf aufliegt und somit blockiert). Damit sind nur zwei Möglichkeiten genannt, es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Zubehörteile für Floyd-Rose-Systeme, deren Aufzählung hier aber den Rahmen dieses Kapitels sprengen würde.

Lösen Sie die alte Saite mit dem Seitenschneider. Entfernen Sie die alte Saite vollständig durch Öffnen des Klemm-Mechanismus an der Brücke, lösen der Schrauben an den Sattelklemmen und anschließendes Abwickeln vom Wirbel. Zwicken Sie das blanke Ende der neuen Saite ein Stück ab und befestigen Sie es an der Brücke durch Festziehen der Klemme.

Suchen Sie den entsprechenden Wirbel am Gitarrenkopf. Fädeln Sie das Ende der Saite durch den Klemmsattel und anschließend durch das Loch im Wirbel.

Ziehen Sie die Saite dabei nicht ganz durch das Loch, sondern lassen Sie dabei so viel übrig, dass sich nach dem Spannen der Saite etwa 3–4 Wicklungen auf dem Wirbel ergeben. Tipp: Bei Fender-artigen Köpfen, bei denen alle Wirbel hintereinander liegen, kann man die optimale Länge wie folgt bestimmen: Die Saite strammziehen, über die Wirbel legen und etwa auf Höhe der Mitte zwischen dem jeweils nächsten und übernächsten Wirbel um 90 Grad abknicken. Die Saite wird dann bis zum Knick durch das Loch geführt.

Knicken Sie außerdem das über den Wirbel stehende Ende der Saite hinter dem Wirbelloch nach oben. Drehen Sie den Wirbel von sich weg, um die Saite zu spannen. Drehen Sie die Feinstimmer an der Brücke bis auf ca. eine Umdrehung heraus. Nach erfolgtem Aufziehen den Saitenrest am Wirbel mit Seitenschneider entfernen. Die Gitarre stimmen (ggf. wiederholt Dehnen und Nachstimmen um die Stimmstabilität zu verbessern, s. o.).

Nach erfolgtem Stimmen die Sattelklemmen wieder anziehen. Durch das Anziehen der Sattelklemmen sollte sich die Saite – wenn überhaupt – nur minimal verstimmen. Gegebenenfalls mit den Feinstimmern an der Brücke

Allgemeines

Saiten aufziehen

Saitenwechsel Konzertgitarre

Saitenwechsel Westerngitarre

Saitenwechsel E-Gitarre und Bassgitarre

Saitenwechsel E-Gitarre mit Vintage Tremolo

Saitenwechsel Gitarre mit Locking Tremolo

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