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Homerecording and Guitars

Als Topteil oder auch Head bezeichnet man einen Verstärker, der wirklich nur die Verstärkerelektronik enthält, also Vor und Endstuf, jedoch keine Lautsprecher. Der Name resultiert daraus, das der Verstärker auf der Box steht als Top oder eben Head. Erste Vertreter dieser Gattung entstanden in den 60er Jahren und stammten von Vox und Marshall. Marshall galt sehr lange als synonym für DEN Gitarrenverstärker, wer kennst sie nicht..die mannshohen Verstärkertürme die den Boden zum Beben bringen können.

Sie entstanden aus der Notwendigkeit immer lautere Verstärker zu haben, in den späten 60ern und 70ern gab es ja wahre Materialschlachten, jede Band wollte mehr Verstärker und boxen auf der Bühne haben als die Andere.Meistens werden Topteile mit 1 oder 2 Boxen gefahren, welche meistens 4 12" Lautsprecher enthalten. Dies sind bis zu 8 mal mehr Lautsprecher als bei einem kleinen Combo. Bedingt durch die enorme Gesamtfläche der Lautsprecher und den geschlossenen Rückwänden produzieren diese Boxen einen enormen Schalldruck.Die zugehörigen Boxen sind aus bis zu 25mm dirckem Schichtholx gebaut welches an den Ecken verzahnt und verleimt ist die notwendige Festigkeit zu erreichen.

Die Topteile hatten üblicherweise 50-100 Watt Röhrenpower und zunächst kein Mastervolume wodurch man eine enorme Lautstärke fahren musste um den so beliebten Distortion Sound zu bekommen. Zwischenzeitlich sind Mastervolume und sogar Powerscaling fast schon Standard, so ist es auch möglich bei erträglichen Lautstärken den Distortion Sound zu erhalten, selbst bei Zimmerlautstärke kann heute die Endstufe in Sättigung gefahren werden. Auch die Leistung der Topteile ist breiter gefächert, es gibt sie schon ab 5 Watt bis hin zu 500 Watt.

Diese Top-Boxen Kombinationen sind natürlich alles andere als leicht zu transportieren, bieten jedoch einige Vorteile gegenüber den Combos. Zunächst ist die Elektronik bzw. Röhren nicht direkt in der Box und so nicht so starken Vibrationen ausgesetzt. Zum anderen kann man natürlich jede beliebige Box anschliessen und so den Sound sehr flexibel gestalten. Meist besitzen Topteile auch mehr getrennte Kanäle und somit mehr abrufbare Sounds, was sich allerdings im Zeitalter des Modellings wieder relativiert.

Auch sind die Zeiten, in denen sich jede Band mit Wänden aus Verstärkertürmen umgibt (zum Glück) vorbei. Jedoch wird es Topteile immer geben und sie haben auch ihre Berechtigung

Topteil mit Box

Vorwort

Im Topteil integriert ist eine Kombination aus Vorverstärker und Verstärker-Endstufe, meist besteht der Vorverstärker aus mehreren Kanälen für Clean, Crunch und Lead mit oftmals umfangreicher Klangregelung.

Da mehr Platz zur Verfügung steht als bei einem Combo, sind diese Regler übersichtlicher und besser zu bedienen. Auch die Elektronik ist großflächiger aufgebaut, bei Röhrengeräten haben diese eine bessere Belüftung. Auch sind diese Verstärker sehr anschlussfreudig, hierzu gibt es eine vielzahl von Anschlüssen auf der Rückseite, mehrere Lautsprecheranschlüsse, serieller (und) oder paralleler Einschleifweg für Effekgeräte aller Art, Line Out und dergleichen. Ansonsten entprechen sie von der technik her den Combos.

Da die Lautsprecher hier in einem eigenen Gehäuse sind, kann hier eine freie Zusammenstellung erfolgen. Selbst ein Betrieb ohne Box für Recordingzwecke wäre denkbar. Wie bereits angedeuted werden vielfach 4mal 12" Boxen verwendet, diese sind wie ein Panzer gebaut und haben in der Regel eine geschlossene Rückwand, was die tiefen Frequenzen und vor allem die Tiefmitten gebündelt nach vorne abstrahlt.

Bei Bassanlagen werden oftmals auch 10 " Lautsprecher bzw. 15" verwendet, wird ein knalliger drahtiger Sound gewünscht ist die 10" Box klar im Vorteil, es gab sogar Boxen mit Hochtonlautsprecher wie bei einer PA. Für fette tieffrequente Bassfundamente wird üblicherweise die 15" Lautsprecherbox bevorzugt. In einer typischen Box dieser Bauart sind 4 Lautsprecher mit jeweils 30 -40 Watt Belastbarkeit bei 4 oder 8 Ohm Gleichstromwiderstand verbaut. Zusammen genommen ergibt sich hier etwa eine Membranfläcke von 0,8 Quadratmeter

Je größer die Menbrane umso träger reagiert sie auch, deshalb kommen Slap Techniken auf 10" Lautsprechern auch besser rüber. Das Gleiche gilt auch für Gitarren, die Gitarre soll ja direkt und durchsetzungsfähig klingen, hier wäre ein 15" Lautsprecher nicht ganz so optimal.

Seit einiger Zeit sind auch Mini-Topteile in Verbindung mit 1ma l12" Boxen in Mode, diese entsprechen vom Klang her den Combos, sind aber flexibler, da die angeschlossene Box frei wählbar ist.

Aufbau Topteil und Box

Die Steuerung von Klang und Lautstärke der Geräte erfolgt gewöhnlich durch mehrere Drehregler (Potentiometer) an der Verstärkereinheit.

Die Drehknöpfe der Potentiometer sind auf der Oberseite oder an der Vorderseite des Tops in einem Bedienfeld gruppiert, das mit den Funktionen der Drehregler beschriftet ist. Je nach Größe und Ausstattung des Verstärkers sind dies Regler für Eingangsempfindlichkeit und Lautstärke, ein- oder mehrbandige Klangregler zur Frequenzbearbeitung (Equalizer) sowie gegebenenfalls Regler für integrierte Klangeffekte wie Hall, Echo und andere. Als Steckverbinder für anzuschließende Instrumente werden üblicherweise Buchsen für 6,35 mm-Klinkenstecker verwendet.

Manche Tops besitzen auch einen Einschleifweg für Effekte, sehr beliebt sind hier vor allem Halleffekt und oder Delays sowie einen (frequenzkorrigierten)Recordingausgang. Die Verstärkerkomponente der Topteile wird über ein integriertes Netzteil mit Netzstrom betrieben.

Die kleinsten Topteile, deren Kantenlänge grade mal 25cm beträgt liefern schon einen beachtlich "großen" Sound.Die Anforderungen und Ansprüche an die Nennleistung von Topteilen unterscheiden sich wie bei allen Verstärkern nach deren Einsatzzweck – Größe des zu beschallenden Raumes, Anzahl der Zuhörer, gewünschte Lautstärke, Musikstil. Das Angebot auf dem Markt reicht von Kleinstgeräten mit wenigen Watt Leistung – für das Üben auf einem Musikinstrument und für den Heimgebrauch – über mittelgroße Geräte mittlerer Leistung, die zum Beispiel für das Audio-Monitoring in Tonstudios und bei Live-Vorführungen geeignet sind, bis hin zu leistungsstarken Modellen, die für die Beschallung größerer Räumlichkeiten geeignet sein können. Jedoch wird heute ausschliesslich mit Mikrofonabnahme der Gitarrenverstärker gearbeitet und somit sind die Lautstärken nicht mehr zwingen so hoch.

Bei Bassverstärkern sieht das etwas anders aus, hier wird grundsätzlich eine weitaus höhere Leistung benötigt um der Bassgitarre Gehör zu verschaffen, hier sind dann Leistungen von 500 Watt oder mehr keine Seltenheit und auch nicht unbedingt übertrieben.

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